Loslassen / Ein Traum

Als ich heute dieses Bild sah, da fiel mir ein Traum ein, den ich vor langer Zeit hatte und nie vergessen habe. Ich sehe ihn noch vor mir, als wäre es erst gestern gewesen.

Mir träumte ich ging einen langen schmalen Feldweg zwischen Wiesen entlang, der langsam zu einem Hügel aufstieg. Am Hang über mir standen Reihen von Frauen mit langen Bahnen von rotem Stoff in erhobenen Händen und sie schwenkten das wallende Rot über ihren Köpfen. Ich wandelte den Weg entlang und konnte meinen Blick nicht von dem Spiel des Stoffes im Wind und den weichen Bewegungen der fröhlich lachenden Frauen wenden. Sie hoben und senkten die Arme und das sanfte Flattern der Stoffbahnen erinnerte an Wellen des Meeres. Dann ließen die Frauen die Bahnen los und sie schwebten einige Zeit im Spiel des Windes über die Wiese und ich erwachte.

Loslassen und Trennung ist gerade mein Thema. Eine immer wiederkommende Aufgabe die immer wieder geübt werden muss.

Trauer und Neugier auf den Aufbruch in ein neues Leben wechseln sich ab wie das Auf und Ab der wallenden roten Stoffbahnen im Wind.

rote.Tuch

 

 

3 Gedanken zu “Loslassen / Ein Traum

  1. Ich kann dich sehr gut verstehen und es ist vollkommen richtig, was du sagst.
    Interessant, was du über deinen Traum schreibst.
    Und das obere Bild ist wunderschön. da ist so viel Schwung und Leichtigkeit. Und ich liebe Mohn!

    Liebe Grüsse zu dir,
    Christel

    Gefällt 1 Person

  2. Ein sehr schönes Bild!
    Ja, ein Aufbruch zu neuen Ufern ist meistens eine Entscheidung, die man ein paar Mal überschlafen sollte; so etwas kenne ich auch schon. Man hadert mit sich selbst, versucht eventuelle Bedenken zu verscheuchen, obwohl, wenn man tief in sich hineinhört, das Gefühl hat, dass man richtig handelt. Aber die Angst vor etwas Neuem, die Unsicherheit bremsen einen ganz schön, auch wenn man fühlt, dass man handeln sollte. Die Herausforderungen des Lebens eben!

    Auch wenn nicht immer alles glatt lief, bereue ich die Veränderungen, die ich in meinem Leben bisher unternommen habe, keineswegs. Alles, was uns zuteil wird, hat immer eine gute und eine weniger attraktive Seite – die Dualität des Lebens! Man findet sie überall, wohin man blickt. Es ist alles eine Frage der Betrachtung, man sollte meiner Meinung nach versuchen, in allem, was einem zustößt, das Positive zu suchen und finden. Wenn man nur das Negative sieht, fühlt man sich entmutigt. Aber jeder muss seine Erfahrungen selbst machen, jede Erfahrung ist subjektiv, für jeden fühlt es sich anders an, was ihm widerfährt, auch wenn Erfahrungen ähnlich sind.

    Liebe Grüße,
    Ida

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