Pause

Fotos: Sylvia Waldfrau

Ich war, durch verschiedene Umstände, etwas abwesend. Musste leider feststellen, dass recht haben und recht bekommen zweierlei Schuhe sind. Das muss ich nun erst einmal verarbeiten. Ich hoffe aber bald hier wieder mehr zu lesen und zu schreiben.

Aber dafür habe ich mir die Vergrößerung drei meiner Fotos gegönnt und zwei bereits gerahmt. Manchmal muss man sich etwas Gutes tun. Dies sind die Fotos:

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zwei gerahmt, deshalb schwieriger zu fotografieren:

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Mein Name ist Mensch

Foto Serge Lutens

Es gibt Texte, die bleiben immer aktuell.

Original von Ton Steine Scherben 1971 Text: Leo Reiser

Cover-Version Söhne Mannheims:

 

Original von Ton Steine Scherben

Ich habe viele Väter.
Ich habe viele Mütter,
und ich habe viele Schwestern,
und ich habe viele Brüder.
Meine Väter sind schwarz
und meine Mütter sind gelb
und meine Brüder sind rot
und meine Schwestern sind hell.

Refrain:
Ich bin über zehntausend Jahre alt,
und mein Name ist Mensch!
Ich bin über zehntausend Jahre alt,
und mein Name ist Mensch!

Und ich lebe von Licht,
und ich lebe von Luft,
und ich lebe von Liebe,
und ich lebe von Brot.
Ich habe zwei Augen
und kann alles sehn.
Ich habe zwei Ohren
und kann alles verstehen.

Refrain…

Wir haben einen Feind.
Er nimmt uns den Tag,
er lebt von unserer Arbeit,
und er lebt von unserer Kraft.
Er hat zwei Augen,
und er will nicht sehen.
Und er hat zwei Ohren
und will nicht verstehen.

Er ist über zehntausend Jahre alt
und hat viele Namen.
Er ist über zehntausend Jahre alt
und hat viele Namen.

Ich weiß, wir werden kämpfen,
ich weiß, wir werden siegen,
ich weiß, wir werden leben,
und wir werden uns lieben.
Der Planet Erde
wird uns allen gehören,
und jeder wird haben, was er braucht.

Es wird keine zehntausend Jahre mehr dauern,
denn die Zeit ist reif.
Und es wird keine zehntausend Jahre mehr dauern,
denn die Zeit ist reif.

 

 

 

Be

„Du kannst erreichen, was du wirklich willst“

 

Die Möwe Jonathan verfilmt 1973. Damals haben wir den Film in einem alternativen Kino in Heidelberg gesehen und waren total fasziniert vom den fantastischen Bildern des Films und der Musik dazu:

Neil Diamond  JONATHAN LIVINGSTON SEAGULL

 

Be / Sei

Verloren
Am Himmel, wie gemalt
Wo die Wolken hängen
Für das Auge des Poeten
Du könntest ihn finden
Wenn du ihn finden möchtest

Dort
An einer fernen Küste
Auf den Flügeln von Träumen
Durch eine offene Tür
Du könntest ihn erahnen
Wenn du es könntest

Sei
Wie die Seite die sich nach dem Wort sehnt
Welches über ein zeitloses Thema spricht
Und der eine Gott für dich sorgt

Sing
Wie das Lied das nach einer schweigenden Stimme sucht
Und der Sonnengott wird dir den Weg ebnen

Und wir tanzen
Zu einer Flüsterstimme
Mitgehört von der Seele
Aufgenommen vom Herzen
Und du könntest es wissen,
Wenn du es wissen dürftest

Während der Sand zu Stein wurde
Welcher den Funken erzeugte
Zu knöchernem Leben wurde
Heilig, heilig
Sanktus, Sanktus

Sei
Wie die Seite die sich nach dem Wort sehnt
Welches über Zeitloses spricht
Während der eine Gott für dich sorgt

Sing
Wie das Lied das nach einer schweigenden Stimme sucht
Und der eine Gott wird dir den Weg ebnen

 

 

Sei Poet

Foto: Sylvia Waldfrau

 

sei Poet,

benütz die sprache als ein federbrett,

spring einen salto in die alphabete,

zieh jeden satz wie eine flagge hoch.

 

sei poet,

nicht schaf im wolfspelz für ein schattenspiel,

nicht winterkleid für all die dünnen phrasen,

die jedermann zu jedermann an jedem tag erzählt.

dann kannst du gärtner der träume sein, hurra

und kannst kalif von bagdad sein, hurra

mehr will ich nicht von dir.

 

sei poet,

den innern erdteil sollst du projizieren

mit magischen laternen und mit spiegeln,

die man für zwei kometen überall erhält.

André Heller