Gras

Fotos Gras und Getreide: Sylvia Waldfrau

Schönes, grünes, weiches Gras.
Drin lieg ich.
Mitten zwischen Butterblumen!

Über mir
warm,
der Himmel:
ein weites, zitterndes Weiß,
das mir die Augen langsam, ganz langsam
schließt

Wehende Luft … ein zartes Summen.

Nun bin ich fern
von jeder Welt,
ein sanftes Rot erfüllt mich ganz,
und deutlich spür ich,
wie die Sonne mir durchs Blut rinnt –
minutenlang

Versunken Alles. Nur noch ich.

Selig.

Arno Holz

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Where ever I go

Fotos: Sylvia Waldfrau

 

 

 

Vielleicht bin ich verpflichtet zu wandern
Von einem Ort zum nächsten
Der Himmel weiß warum
Aber im wilden Blau da drüben
Dein Stern ist in meinem Himmel fixiert

Nur eine Bar an einer Kreuzung
So weit von zuhause
Aber das ist in Ordnung
Wann immer ich eine dunkle Straße hinuntergehe
Ich fühle mich nicht alleine in der Nacht

Es gibt einen Platz in meinem Herzen
Obwohl wir weit voneinander entfernt sind
Möchtest du es immer wissen
Egal wie lange ich dich gesehen habe
Ich werde für dich eine Flamme halten
Wohin ich auch gehe

Sie schauen hier hinein
Sie ziehen die Jalousien herunter
Aber sie lassen dich eine Weile bleiben
Sie werden sich nicht erinnern

Jetzt muss ich dich verlassen, Bruder
Also diese Runde gehört mir
Hier schaut dich doch irgendwie an
Du kannst weiter gehen und noch einen haben
Sie werden keine Zeit anrufen
Ich werde mich jetzt verabschieden

Es gibt einen Platz in meinem Herzen
Obwohl wir weit voneinander entfernt sind
Möchtest du es immer wissen
Egal wie lange ich dich gesehen habe
Ich werde für dich eine Flamme halten
Wohin ich auch gehe

Der Sommer geht

Fotos: Sylvia Waldfrau

September

Der Garten trauert,
kühl sinkt in die Blumen der Regen.
Der Sommer schauert
still seinem Ende entgegen.

Golden tropft Blatt um Blatt
nieder vom hohen Akazienbaum.
Sommer lächelt erstaunt und matt
in den sterbenden Gartentraum.

Lange noch bei den Rosen
bleibt er stehn, sehnt sich nach Ruh.
Langsam tut er die großen,
müdgewordenen Augen zu.

Hermann Hesse

 

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