Jazz in Town

Foto: Künstlerhomepage JMO

Gestern war ich lange mit meiner Freundin unterwegs und wir haben sehr, sehr gute Musik gehört. Die Ravensburger Jazznacht „Jazztime in town“ ist seit vielen Jahren auch ein internationales Festival, das neben den Local – Heroes aus der Region auch zunehmend erstklassige Musiker und Bands aus anderen Ländern nach Oberschwaben lockt. Dieses Jahr geben sich Musiker aus Polen, Tschechien, Frankreich, der Schweiz und Österreich in insgesamt 14 Spielstätten ein Stelldichein und bringen die Innenstadt mit der bewährten Mischung aus Jazz, Dixieland, Blues, Swing und Soul zum Grooven.

Hier zwei von den vielen Bands die in verschiedenen Lokalitäten aufgetreten sind:

Sebastian Rucinski (git), Prezemyslaw Smaczny (perc) und Kosma Kalamarz (b) sind auch in ihrer Heimat längst keine Unbekannten mehr, sondern spielen dort seit Jahren mit der ersten Riege der polnischen Jazzszene. Das PKS Trio begeistert mit seinem frischen Sound, einer Fusion verschiedener Stile, überzeugend und klar strukturiert. Seit 2012 sind die drei erfolgreich unterwegs, unter anderem unterstützt von Radio Jazz FM.

Das Zusammenspiel von Moussa Cissokho, Jan Galega Brönnimann und Omri Hason besticht durch berückend – schöne Melodien und rhythmische Eleganz – es entsteht eine authentische und zeitgenössische Kammermusik. Das Trio überschreitet Grenzen zwischen traditionellen und modernen Klängen aus Afrika, Europa und dem Orient.  Der perlend klare Klang der Kora (afrikanische Stegharfe mit 22 Saiten) trifft auf die sonoren, rauchigen Töne der Bassklarinette und die virtuose Percussion des Israeli Omri Hason.

Like a Bird

 

 

Wie ein Vogel hoch auf dem Draht
Wie betrunken tief in der Nacht,
Hab´ ich versucht, frei zu sein.
Wie ein Wurm fest am Haken,
Wie ein Ritter in manch alten Sagen
So blieb in der Liebe ich dein.

Und wenn ich je lieblos war,
Dann bitt´ ich dich, verzeih.
Und war ich je unehrlich,
Ich hoffe, du weißt, nie gegen dich.

Wie ein Kind, totgeborn.
Wie ein Tier mit dem Horn.
Verletzt´ich jeden, der mich nicht mied,
Doch ich schwöre, was ich jetzt sing´
Und bei all dem, was daneben ging,
Ich will es wieder gut machen bei dir.

Ich sah ´nen Bettler gestützt auf seinem Stock.
Er sprach: „Setz´die Erwartung nicht zu hoch“
Und sah´die schöne Frau an ihrer dunklen Tür lehnen.
Sie rief: „He, warum nicht noch mehr ersehnen?“

Wie ein Vogel hoch auf dem Draht

Wie betrunken tief in der Nacht,
Hab´ ich versucht, frei zu sein.

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